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U23-WELTCUP/JUNIOR SERIE: U23-EUROPAMEISTERIN ALLEIN VORNEWEG

von Philipp Schneider

Im U23-Weltcup-Rennen der Damen setzte sich die Schweizerin Sina Frei durch.

Sina Frei fuhr sich bereits in der 3,6 Kilometer langen Startrunde von Position 38 an die Spitze. „Ich wollte so schnell wie möglich nach vorne und dann einfach weiter fahren“, erklärte Frei.

Die U23-Europameisterin übernahm in der zweiten von sechs Runden die Führung und setzte sich etwas ab. Die Britin Evie Richards, die gesundheitlich etwas angeschlagen ins Rennen gegangen war und am Anfang kurz die Kette aus der Führung verlor, blieb aber zwei Runden lang auf Schlagdistanz und hatte nur 15 Sekunden Rückstand.

Doch am Ende erwies sich Sina Frei als die Stärkere und holte sich in ihrem ersten U23-Weltcup-Rennen gleich den ersten Sieg.

„Das ist unglaublich, ich habe das nicht erwartet“, meinte Frei, die im Ziel 34 Sekunden Rückstand hatte.

Mit 3:37 Minuten Rückstand erreichte die Niederländerin Anne Tauber das Ziel. „Am Anstieg geht es langsam immer besser und auch mit den Abfahrten komme ich immer besser zurecht“, erklärte Tauber.

 Die Deutsche U23-Meisterin Sofia Wiedenroth fuhr von Startposition 37 immerhin bis auf Rang 14 (+8:13) nach vorne. „Das ist meine bisher beste Platzierung im U23-Weltcup“, gab sie zu Protokoll.

„Nachdem in den letzten paar Jahren nicht alles gepasst hat, bin ich damit schon zufrieden. Ich hatte auch das Gefühl, dass ich wieder Druck aufs Pedal bringe“, so Wiedenroth.

Antonia Daubermann (Gessertshausen) und Clarissa Mai aus Hausach, beide aus dem jüngsten U23-Jahrgang, belegten die Plätze 17 und 20.

UCI Junior Serie:

Amerikanisches Solo und italienischer Doppelsieg

Der US-Amerikaner Christopher Blevins setzte sich im ersten Downhill von Runde eins von seinen Konkurrenten ab und siegte 19 Sekunden vor Vize-Europameister Vital Albin aus der Schweiz und 24 Sekunden vor Victor Lab aus Frankreich. Beste Deutsche waren Alex Bregenzer (Lohr a.M.) und Niklas Schehl (Braunsbach) belegten die Ränge elf und zwölf.

„Das war eigentlich nicht der Plan, aber als ich mal vorne war, bin ich halt ein Zeitfahren gefahren“, erklärte Blevins. „Ich hatte super Beine.“

Der Schweizer Vital Albin versuchte dem Amerikaner hinterher zu jagen, doch er konnte die Lücke nicht mehr schließen. Für den Kraftakt musste er dann etwas büßen, so dass von hinten eine Gruppe aufschließen kann. „Vielleicht habe ich es am Anfang etwas übertrieben, aber ich habe mich dann nicht so miserabel gefühlt. Ich war mir sicher, dass ich ums Podium kämpfen kann, auch als die Gruppe von hinten kam“, so Vital Albin im Ziel.

Damit lag er nicht falsch, denn in der vorletzten Runde konnte er sich wieder absetzen und fünf Sekunden vor dem Franzosen Victor Lab Rang zwei erobern.

Alex Bregenzer strahlte über seinen elften Rang. Für ihn war es einerseits das beste Resultat bis dato und zweitens die halbe Norm für die WM. „Ich habe ein wenig gebraucht, bis ich ins Rennen reingefunden habe, aber dann ging es von Runde zu Runde besser“, erklärte Bregenzer.

Von Position 20 fuhr nach der Hälfte der Distanz noch bis auf Rang elf (+3:13) nach vorne. „In der Gruppe ist ein Loch aufgegangen und ich bin mit. Wir konnten dann einen konstant hohen Rhythmus fahren und in der letzten Runde konnte ich das Tempo noch mal verschärfen und mich absetzen“, erläuterte Bregenzer.

Der EM-Siebte Niklas Schehl war mit seinem zwölften Rang nicht ganz zufrieden.

„Ich brachte zwischendrin einfach keinen Druck mehr auf die Pedale, keine Ahnung warum“, erklärte Schehl.

Er fiel bis auf Rang 20 zurück, doch gegen Ende vorletzter Runde war plötzlich wieder „mehr Dampf“ in den Beinen. So fuhr er sich noch bis auf Rang 12 (+3:23) nach vorne.

Juniorinnen: Weltmeisterin ganz oben

Die amtierende Weltmeisterin Martina Berta siegte bei den Juniorinnen mit 43 Sekunden Vorsprung auf ihre Landsfrau Alessia Verrando und 1:10 Minuten vor der Österreicherin Anna Spielmann. Beste Deutsche war Leonie Daubermann auf Platz sechs (+2:08).

Vom Start an bis ins Ziel konnte die amtierende Junioren-Weltmeisterin den ersten Platz verteidigen und baute ihren Vorsprung Runde um Runde aus. Mit einem guten Gefühl startete die Italienerin ins Rennen und konnte ihr ganzes Können abrufen. „Ich wollte nach der schlechten EM in Schweden ein gutes Rennen fahren“, sagte sie. „Der Kurs ist gut, aber auch extrem hart. Die langen Uphills kosten ganz schön Kraft und die Downhills sind anspruchsvoll, da sie von den letzten Tagen noch ziemlich matschig waren.“

Für Leonie Daubermann war es eine tolle Erfahrung beim Weltcup in Albstadt dabei zu sein. „Geile Stimmung! Überall wird man angefeuert, da hat das Rennen mega Spaß gemacht,“ bilanzierte sie nach dem Rennen. Mit ihrem sechsten Platz war sie sichtlich zufrieden. Zwar machten auch ihr die steilen Anstiege von Albstadt zu schaffen, kämpfte sich aber Runde um Runde weiter vor. Nach ihrem verpatzten Start konnte sie viele Plätze gut machen. Zusammen mit der Schwedin Ida Jansson und der Französin Loana Lecomte, konnte sie ihr Tempo fahren und ihre Platzierung bis ins Ziel verteidigen.

Lia Schrievers verpasste nur knapp eine Top-Ten-Platzierung. Dabei heizte sie ihren Konkurrentinnen aber ganz schön ein und für die junge Fahrerin ist das ein tolles Ergebnis. Ebenfalls stark zeigte sich Lokalmatadorin Ronja Eibl vom Gonso-Rawoflex-Team.

Sie belegte vor Maria Döring den 18. Platz. 

Results UCI Junior Serie

Results World Cup U23 women

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